Dienstag, 10. April 2018

Zu Gast bei mir im Insektenhotel: Steinhummeln

Jedes Jahr freue ich mich, wenn Insekten in mein kleines Insektenhotel an der überdachten Terrasse einziehen, siehe meinen Blogbeitrag aus dem Jahre 2014: http://barrynoa.blogspot.de/2014/04/mein-kleines-insektenhotel.html. Waren es damals Wildbienen die meine Gäste waren, so sieht es mir ganz danach aus, daß es dieses Jahr kleine rotbraune Hummeln sind, die dort einziehen. Leider bin ich kein Entomologe, daß ich diese Insekten bestimmen könnte, obwohl ich mich schon von Kindheit an für Insekten begeistern konnte, siehe: http://barrynoa.blogspot.de/2009/04/bn-und-jean-henri-fabre.html.

Meiner Meinung nach handelt es sich um Steinhummeln, soweit meine Recherche bei Google. Die Steinhummel wurde 2005 von Österreich und Deutschland zum Insekt des Jahres gewählt. Ohne den Fleiß der Hummeln könnten viele Blumen und Blüten nicht bestäubt werden und es würde weniger Früchte geben.



 

Freitag, 6. April 2018

Endlich Frühling!

Nach dem ekelhaft langen Winter freut man sich über ein paar Farbtupfer im Garten und im Haus. Im Haus blüht mal wieder prächtig die uralte Clivia (http://barrynoa.blogspot.de/2009/05/lebendige-nostalgie-tanta-klares-clivia.html) und draußen die ersten Frühlingsblüher. Auch das kleine Apfelsinenbäumchen freut sich nach der langen dunklen Winterszeit mal wieder draußen in der Sonne stehen zu dürfen. Es sieht mächtig mitgenommen aus, was die Blätter anbelangt. Alle Kraft des kleinen Bäumchen ging in die Früchte rein.









 

Montag, 2. April 2018

Vor 60 Jahren: Aprilheft von "Unser Robinson"


Wie schnell doch die Zeit vergeht! Ruckzuck sind 60 Jahre um! Genau 60 Jahre alt ist das Aprilheft (Osterheft) der von mir sehr geschätzten Zeitschrift "Unser Robinson". Und das Titelbild war mal wieder, wie so oft bei "Unser Robinson", von dem von mir ebenfalls sehr geschätzten Karikaturisten Erich Schmitt gestaltet. Lustig, die Zeichnung des eierfindenden Hundes: "Kannst du mir mal deinen Bobby borgen?" 

Mehr zu "Unser Robinson":

http://barrynoa.blogspot.de/2016/05/nostalgie-unser-robinson.html
http://barrynoa.blogspot.de/2017/12/erinnerung-die-wunderbare-ddr-kinder.html
http://barrynoa.blogspot.de/2014/11/kaptn-bramsegel-und-wer-wei-mehr-uber.html
http://barrynoa.blogspot.de/2018/02/erinnerung-franz-kerka.html

Sonntag, 1. April 2018

1. April: April, April

1. April-Cover der "Saturday Evening Post" von Russel Sambrook aus dem Jahre 1938

Heute ist übrigens 1. April! Haben Sie, werte Leser, heute schon jemanden in den April geschickt? Oder haben Sie vor lauter Osterfestduselei daran gar nicht gedacht? Dieses in den April schicken ist auf jeden Fall harmloser als das in Deutschland gefeierte Ostern mit Verzehr von Eiern und Lammfleisch und dem Gang in die Kirche.

Deutsches Ostern = millionenfache Tierqual und millionenfacher Tod von Küken und Lämmern



Frohes deutsches Ostern? Ostern bedeutet für Küken und Lämmer in Deutschland millionenfacher Tod.



Hühner, die viele Eier legen sollen, nehmen gleichzeitig nicht schnell genug zu. Daher gibt es heute zwei extrem gezüchtete „Hühnerlinien“, die beide ein entbehrungsreiches Leben führen müssen: sogenannte Legehennen und Masthühner.
Die kleinen Brüder der späteren „Legehennen“ sind wertlos für die Industrie, da sie weder Eier legen können noch einen wirtschaftlich rentablen Fleischansatz haben.

Aus diesem Grund werden für die Eierproduktion allein in Deutschland jährlich mehr als

50 Millionen männliche Küken routinemäßig in den Brütereien vergast oder lebendig geschreddert – dies gilt auch für Bio-Eier.

Erheben die Kirchen ihre Stimme gegen diese millionenfache Barbarei? Nein, wie jedes Jahr faselten die beiden Oberhirten Bedfort-Strohm (evangelische Kirche) und Marx (katholische Kirche) auch 2018
nur ihr bekanntes dummes Geschwätz, blind und taub gegen die Schande gegen die Tiere. Ganz im Gegenteil, da gab es sogar Kirchen, die „Lammessen“ zu Ostern veranstalteten, etwas widerlicheres gibt es kaum.
 
 
 

Mit dieser Anzeige zeigt uns die „Gnaden“kirche Wetzlar, wie in der Kirche mit der Problematik „Blut vergießen für christliche Feiertage“ umgegangen wird: Sie lädt zum Lammessen ein! Einfach nur pervers!!! Zu diesem Abendmahl-Gottesdienst mit Lammessen schreibt Tierschützerin Astrid Suchanek von der Tierschutz-Union:

Das ist die gleiche Perversität wie die Verachtung der von den Züchtern per „Sport“ ausgesetzten Tauben gerade durch die Kirche, deren heiliges Symbol ja die Taube ist. Daran sieht man, wie irre Religion ist – richtiger, wie irre die Menschen sind. Die halten ihre Religion nicht ein, die Christen nicht u. die Moslems nicht. Die Moslems zermetzeln die Tiere barbarisch, was nach ihrem Koran verboten ist. Der Koran verlangt behutsames angstfreies Schlachten, keine wüste Säbelei. Und im Fastenmonat (ich glaub, das ist der Februar oder?) ermorden die Christen viele Fische, weil sie während dieser Fastenzeit kein Fleisch fressen sollen, als ob die Fische keine Tiere wären.“

Samstag, 31. März 2018

Desolate BRD-Zustände: Letzte Lebensmittel-Verkaufsstelle schließt in Dessau-Törten

Mit der Wende sind wir vom Regen in die Traufe geraten. Nun, 28 Jahre nach dem Anschluß an das BRD-System werden die Zustände immer desolater und vor allem bürgerfeindlicher.

Aldi verhöhnt die Törtener Bürger noch, indem es Aldi-Verkaufsstellen in "direkter Umgebung" anpreist. Diese "direkten" Verkaufsstellen sind 5 bis 8 km von Törten entfernt!


Das hätte es z.B. zu DDR-Zeiten nicht gegeben, daß es in dem großen Dessauer Stadtteil Törten nicht eine einzige Lebensmittelverkaufstelle mehr gibt. Auch zu Kaisers Zeiten, in der Weimarer Republik und zu Hitlers Zeiten, gab es so etwas nicht. Am heutigen Tag schließt die letzte Möglichkeit in Dessau-Törten Lebensmittel zu kaufen knall auf Fall - Aldi schließt einfach, ohne Rücksicht auf die Bevölkerung.

Wie jetzt alte Leute ohne PKW zu Lebensmitteln kommen sollen, das interessiert die Aldi-Raffkes (riesiges Milliarden-Vermögen) nicht und das Dessauer Rathaus interessiert das schon gar nicht. Zu DDR-Zeiten wäre eine Schließung der letzten Lebensmittelverkaufsstelle in so einem großen Stadtteil unmöglich gewesen, dafür hätte schon das Rathaus, Handel und Versorgung und die Arbeiter-und-Bauern-Inspektion gesorgt. Jetzt sind die Bürger verraten und verkauft, eben typisch Dreckslochland BRD!

Heute schließt die letzte Lebensmittel-Verkaufsstelle in Dessau-Törten

Im Dessau-Törtener Einkaufs-Center gibt es ab sofort zwar keine Lebensmittel mehr, stattdessen aber "lebensnotwendige" Dinge, wie Spielhalle, Türkisches Restaurant und einen "kik"-Laden
 

Da wurde nun mit großem Aufwand ein großes Einkaufs-Zentrum (Damaschke-Center) in Törten gebaut, siehe Fotos, und nun macht sich Aldi, der einzigste Lebensmittelanbieter im gesamten Stadtteil vom Acker, dies ohne Angabe von Gründen und trotz einer Petition der Törtener Bürgerschaft. Von den nach der Wende sich in Törten angesiedelten Supermärkten, wie Penny und Spar, ist auch nichts mehr vorhanden. Die große Spar-Kaufhalle steht leer und verfällt.
 
Verfall und Niedergang bestimmen das BRD-System der Jetztzeit. Wenn man weiß, wieviele Lebensmittel-Läden es früher mal gab, vor dem Anschluß an die BRD, dann kann man nur mit dem Kopf schütteln. Allein in meiner Straße, dem Sandberg, gab es bis 1945 drei Lebensmittel-Läden und zu DDR-Zeiten gab es in Törten etliche Läden, darunter Konsum, HO und private Läden, wie „Lebensmittel-Bönicke“.
 
Wie Bürger nun an Lebensmittel kommen sollen, die kein Auto haben, ist schleierhaft, denn auch die Busverbindungen in die anderen Stadtteile, wo es Supermärkte gibt, sind mehr als mangelhaft und außerdem teuer. 

Freitag, 30. März 2018

Dessau wird immer häßlicher

Wenn ich heute durch Dessau laufe, dann stelle ich fest, daß es nicht mehr meine Heimatstadt ist. Was jetzt an „Modernisierung“ der vorhandenen Bausubstanz stattfindet, das kann man nur als Kitsch bezeichnen, von dem Abriß ganzer Stadtviertel ganz zu schweigen, was eine einzige Schande ist.

Nur ein paar wenige Beispiele:

Da wurde das Klubhaus der Werktätigen in Dessau-Süd abgerissen um Platz zu machen für einen Parkplatz und einen häßlichen Supermarkt in Barackenform.

Freier Platz (Romanjuk-Platz) vor der Scheibe Nord, jetzt behaut (hinein gequetscht)

Oder, der freie Platz zwischen der Scheibe Nord und der „Scheibe“ Süd wurde mit dem Klotz des Rathaus-Centers bebaut, hinein gequetscht, so daß man das Rathaus vom Stadtpark aus nicht mehr sehen kann und die ganze Großzügigkeit verloren ging. Wo der ehemalige Romanjuk-Platz mit dem Stadtpark zu DDR-Zeiten noch eine große grüne Insel in der Innenstadt bildeten, so ist jetzt nur noch kleinstädtische Enge vorhanden, die nun, da man den Stadtpark durch den Wahnsinnsbau des Bauhaus-Museums noch weiter verkleinert, noch spießbürgerlicher wird.

2018: "Modernisierung": kitschige Farbgestaltung

Auf der gegenüberliegenden Seite, ein barackenartiger Lidl-Bau, dafür wurden alte Dessauer Bauten abgerissen


Schade auch die Verhunzung des Hochhauses in der Amalienstraße durch eine kitschige Farbgestaltung. Das Gebäude wurde Ende 1964, Anfang 1965 fertiggestellt und war architektonisch ein Kleinod. Im Haus gab es 71 Ein-Raum-Wohnungen und im Erdgeschoß war die bei uns Jugendlichen so beliebte Milch-Mokka-Bar mit ihrer schönen Neon-Reklame von zwei Gläsern und einem Milch-Shaker. Angebunden an das Hochhaus war eine HO-Kaufhalle, alles in einem einheitlichen architektonisch wunderbaren künstlerischen Stil. Statt nun dies zu erhalten, wurde jetzt „modernisiert“ und dadurch das gesamte Gebäude verhunzt. 
 
So sah das Gebäude mal aus: